Filme A bis Z
Die Jungs vom Bahnhof Zoo
- Länge:
- 84 min.
- Herstellungsjahr:
- 2011
- Land:
- Deutschland
- Regie:
- Darsteller/Mitwirkende:
- Sergiu Grimalschi
Lutz Volkwein
Wolfgang Werner
Master Patrick - Produktionsfirma:
- Rosa von Praunheim Filmproduktion
- Berlinale Sektion:
- Panorama
- Berlinale Kategorie:
- Dokumentarfilm
In dem Dokumentarfilm DIE JUNGS VOM BAHNHOF ZOO werden spannende und authentische Lebensgeschichten von Strichern zusammengeführt, um das Phänomen „Männliche Prostitution“ losgelöst von Klischees zu verdeutlichen. Im Mittelpunkt des Films stehen fünf Stricher, drei von ihnen sind Roma. Ionel begleiten wir mit der Kamera in sein Heimatdorf nach Rumänien, um zu zeigen, aus welchen Armutsverhältnissen Jungs wie er kommen. Nazif ist ein ehemaliger Bürgerkriegsflüchtling aus Bosnien, der als Kind nach Deutschland kam und schon als junger Stricher am Bahnhof Zoo harte Drogen konsumierte. Der junge Rumäne Romica hat eine Familie gegründet, deren Existenzgrundlage lange die Prostitution war. Unter den Strichern gibt es auch minderjährige Jungs, die früh von Pädosexuellen missbraucht wurden und später in die Stricherszene geraten sind. Daniel-René ist einer von ihnen. Als junger Erwachsener leidet er noch heute massiv an den Folgen seiner traumatischen Erfahrungen. Unsere Hauptfigur ist Daniel, der mit 16 seine „Stricherkarriere“ am Bahnhof Zoo in Berlin begann. An seinem Beispiel wird sehr deutlich, welche sozialen Umstände einen Einstieg in die Stricherszene begünstigen. Auch Straßensozialarbeiter, Wirte von Stricherkneipen und Freier wie der österreichische Schauspieler und Regisseur Peter Kern kommen in dem Dokumentarfilm zu Wort.
BIOGRAFIE Rosa von Praunheim
Geboren 1942 in Riga. Er studierte an der Werkkunstschule Offenbach am Main sowie an der Hochschule der Künste Berlin. 1967 realisierte von Praunheim erste Kurzfilme. Sein Durchbruch gelang ihm 1971 mit dem Dokumentarfilm Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.
FILMOGRAFIE Rosa von Praunheim (Auswahl)
2017 Überleben in Neukölln
2016 Welcome All Sexes: 30 Jahre Teddy Awards
2015 Härte
2013 Mario Wirz
2011 Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter
2011 Die Jungs vom Bahnhof Zoo
2011 König des Comics
2010 New York Memories
2007 Tote Schwule – lebende Lesben
2004 Umsonst gelebt - Walter Schwarze
2004 Männer Helden und schwule Nazis
1990 Positiv
1989 Schweigen = Tod
1971 Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
