Die Gewinner |
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Bester Spielfilm
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Die Jury entscheidet den diesjährigen TEDDY AWARD für den besten Spielfilm an AUSENTE, Regie: Marco Berger, zu vergeben, in Anerkennung der originellen Geschichte, der mutigen und innovativen Ästhetik und seiner anspruchsvollen Betrachtungsweise queerer Dynamik
Die einzigartige Kombination des Films aus homoerotischem Begehren, Ungewissheit und dramatischer Spannung reflektiert das feine Verständnis der Genre-Konventionen und der kinematographischen Sprache des Regisseurs. Als der fesselndste, topaktuelle Film in der Auswahl, befindet die Jury, dass „Ausente“ den Geist des TEDDY AWARD zelebriert. AUSENTE nimmt das ambivalente Verhältnis zwischen einem Schwimmlehrer und einem seiner Schüler ins Visier und setzt dabei auf eine provokant elliptische Erzählweise und kühle, präzise komponierte Bilder, um die oft unbestimmbare Natur der Begierde zu vermitteln. |
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Interview mit Marco Berger![]() |
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Bester Dokumentar-/Essayfilm
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Die Jury gibt den Award für den besten Dokumentarfilm an THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE von Marie Losier. Dieser Film zieht uns in eine völlig neue Welt der Mannigfaltigkeit, in der alles möglich ist; Gender-wechsel, Identitätsveränderungen und zwei Menschen können eins werden durch Pandrogynität. Die Jury befindet, dass niemand diese einmalige Liebesgeschichte erzählen könnte wie Ms Losier es tut. Eine Filmmacherin mit der einzigartigen Vorstellungskraft das Subjekt ihres Film und das Mitempfinden beim Erzählen eines außergewöhnlichen Märchens über queere Pioniere in einem einfachen und universellen Liebesmärchen zu vereinen. THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE von Marie Losier ist eine Liebesgeschichte und ein Portrait zweier Leben, die die transformativen Kräfte von Liebe und Kunst illustrieren. In warmen und intimen Bilder erschafft Losier ein mise-en-scene Labyrinth aus Interviews, Heimvideos und Filmmaterial von Auftritten. Der Film dokumentiert eine wahrlich neue Form von romantischem Bewusstsein, einer die mit Trotz der täglichen Dehumanisierung des Körpers durch Werbung und Pornographie entgegen tritt. |
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Filmausschnitt![]() |
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Bester Kurzfilm
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| Die Jury gibt den Preis für den besten Kurzfilm an zwei Filme. GENERATIONS von Barbara Hammer und Gina Carducci, der die Unterstützung des experimentellen Kurzfilms und seiner Form feiert indem er traditionelle Filmtechniken mit digitaler Bearbeitung kombiniert. Und Ms. Hammers MAYA DEREN'S SINK, eine Ehrung der Avantgarde-Filmmacher, geschaffen mit Ms Hammers unverkennbarer Handschrift, die Ms Derens Clips aufbereitet und wieder aufleben lässt in einem gedankenvollen sui generis (einzigartigen) Kunstwerk. |
Interview![]() |
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GENERATIONS ist ein Film darüber die Tradition des persönlichen, experimentellen Filmmachens weiterzugeben. Barbara Hammer, 70 Jahre alt, gibt ihre Kamera an Gina Carducci, eine junge queere Filmmacherin. Sie filmen während der letzten Tage von Astroland auf Coney Island, New York, und die Filmmacher entdecken, dass die unausweichliche Tatsache des Alterns sich in der Architektur des Freizeitparks und in der Emulsion des Mediums Film selbst widerspiegelt. |
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| MAYA DEREN'S SINK erforscht Derens Konzept von Raum, Zeit und Form durch Besuche und Projektionen, die in ihren Wohnungen in LA und NY gefilmt wurden. Lichtprojektionen in Derens Privatsphäre evozieren vergangene Zeiten und Orte und verschaffen uns Zutritt in das Haus eines einflussreichen Filmmachers, den wir nie kennen lernen werden. Der Film erobert die Räume zurück, die sie zu ihrer Arbeit inspiriert haben, um sie mit dem Publikum zu teilen. Zeit und Raum kollabieren, wenn Drehorte der 40er in der Gegenwart neu auferstehen. | ||
TEDDY AWARD Special Jury Preis
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In TOMBOY geht es um die zehnjährige Laure, die etwas sehr Jungenhaftes an sich hat. Nun ist es Sommer, und all die anderen Kinder aus der Nachbarschaft spielen zusammen im Freien – nur Laure ist allein, denn sie kennt hier niemanden unter den Gleichaltrigen. Doch dann begegnet sie eines Tages Lisa, einem Mädchen, das etwa ebenso alt ist wie sie selbst. Laure lässt ihre neue Bekanntschaft in dem Glauben, dass sie ein Junge sei. Aus Laure wird Mikaël, und nachdem diese „Verwandlung“ geglückt ist, fängt sie an, auch mit den anderen Kindern aus der Nachbarschaft zu spielen. Doch im Laufe der Zeit wird Laures Verhältnis zu Lisa immer enger, was die Zweideutigkeit ihrer Lage immer komplizierter macht. Der Jury Preis geht an TOMBOY von Celine Sciamma für ihre gelungene Regiearbeit herausragende Leistungen aus diesen jungen und talentierten Schauspielern, allen voran Zoe Heran, zu bekommen. Dieser zweite Spielfilm der Regisseurin von „Wasserlilien“ behandelt die komplexen Identitätsprobleme eines jungen Mädchens, das eine unhaltbare Situation erschafft als sie ihr wahres selbst annimmt. |
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Siegessäule Reader's Award - STADT, LAND, FLUSS von Benjamin Cantu |
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| In STADT, LAND, FLUSS ist Marko Auszubildender in einem großen Agrarbetrieb im Nuthe-Urstromtal, 60 Kilometer südlich von Berlin. Besteht er seine Abschlussprüfung, ist er Landwirt. Ob er das überhaupt sein will, weiß er nicht. Außerhalb der Arbeit hat er wenige Kontakte, die elf anderen Lehrlinge halten ihn für einen verschlossenen Einzelgänger. | ||
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Aber als Jacob, ein neuer Praktikant, im Betrieb auftaucht, wagt sich Marko langsam aus der Rolle des Außenseiters heraus. Bei der Ernte, beim Abfahren des Getreides und beim Umbuchten der Kälber kommen die beiden jungen Männer sich näher.
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Special TEDDY AWARD - Pieter Dirk Uys |
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Der südafrikanische Entertainer und HIV/AIDS Aktivist Pieter-Dirk Uys erhielt einen SPECIAL TEDDY AWARD für sein Engagement insbesondere bei der AIDS Aufklärung in südafrikanischen Schulen und für sein Bühnen Alter Ego Evita Bezuidenhoud, die „berühmteste weisse Frau Südafrikas“ wie sie von Nelson Mandela genannt wurde
Mit seinen messerscharfen Analysen prangert der Sprachvirtuose die mangelhafte Aids-Politik der Regierung Jahr um Jahr an und betreibt seine eigene Aufklärungskampagne für die junge Generation in Südafrika: „Heuchelei ist die Vaseline des politischen Interkurses“, sagt er und hat noch viel gelungenere Zeilen wie diese parat: „Liebe deine Feinde und du wirst ihren Ruf ruinieren!“ Das Leben der Jugendlichen ist bedroht von einem tödlichen Virus, deshalb tourt Pieter-Dirk Uys mit seinem Aufklärungsprogramm seit Jahren kostenlos durch die Schulen des Landes. Das Motto der Kampagne lautet „Erziehung durch Unterhaltung“. Aids rangiert am Kap der Guten Hoffnung an erster Stelle der Todesursachen; die Lebenserwartung ist unter 49 Jahre gesunken. |
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Interview![]() |
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Die 25. teddy award jubiläumsGala |
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Wieland Speck |
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Wieland Speck, Leiter der Berlinale Sektion Panorama und einer der Protagonisten in der Geschichte des TEDDY AWARDS spricht über die Geschichte des TEDDYS, über seine Wirkungskraft und seine mögliche Zukunft. |
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Rosa von Praunheim |
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Rosa von Praunheim, Filmemacher und Aktivist, erinnert an die noch immer bestehende Verfolgung queerer Menschen in vielen Teilen der Welt, besonders in Osteuropa und Afrika, und ruft zu einer symbolischen Aktion gegen die Morde in Uganda auf. |
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Jochen Kowalski |
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Der Altist ist einer der vielseitigsten Sängerper-sönlichkeiten der Gegenwart. Sein ungewöhnlich großes Repertoire, das von Monteverdi, Händel und Gluck bis zu Rimsky-Korsakovs Der goldene Hahn oder Brittens Ein Sommernachtstraum reicht, und seine immense sängerische und darstellerische Ausdruckskraft begründen seinen internationalen Ruhm. An der Komischen Oper Berlin startete er 1983 seine Karriere und sang an diesem Hause viele Titelpartien vor allem in der Regie von Harry Kupfer. In Wien debütierte er bereits 1986 in Kupfers legendärer Produktion von Händels Giustino an der Volksoper und avancierte durch seinen schillernden Orlovsky zum Publikumsliebling. Diese und viele andere Partien hat er in Berlin und weltweit an den großen Opernhäusern - inklusive der MET – ge- sungen, wo er mit den bedeutendsten Regisseuren und Dirigenten arbeitete. Sein künstlerisches Schaffen ist auf vielen CD - und DVD Produktionen festgehalten.Sein neustes Projekt ist die Titelpartie in Philip Glass Oper Akhnaten im März 2011 an der Oper in Los Angeles. |
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Ennio |
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Ennio Marchetto braucht keine schweren Roben, keine erdrückende Perücken. Er kommt ohne zentimeterdicke Schminke oder meterhohe Showtreppen aus. Ennios Kunst lebt einzig und allein von Papier und Pappe und natürlich von seiner unnachahmlichen Beobachtungsgabe. Mit dieser Kombination erweckt er immer und immer wieder seine Stars zum Leben und reißt jedes Mal aufs Neue sein Publikum in Begeisterungstürmen von den Sitzen. |
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Base Berlin |
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BASE BERLIN steht für den Ansatz, Artisten und Kreative verschiedenster Genres zusammenzuführen und dabei kontinuierlich neue Wege zu gehen. BASE BERLIN kreiert Acts, die zum kulturellen Exportschlager wurden und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer der gefragtesten Adressen, für Regisseure und Theatermacher aus der ganzen Welt, auf ihrer Suche nach neuen Strömungen für innovative Shows.
Seit der Gründung von BASE BERLIN im Jahr 2008 durch Markus Pabst und Pierre und Pablo Caesar, unterstützt BASE den TEDDY AWARD. BASE ist nicht nur der Name dieser Berliner Kreativschmiede - BASE heißt auch die neue Show, die unter der Regie von Pierre Caesar (Caesar Twins) im März 2011 Weltpremiere hat. BASE ist dabei nicht nur der Titel, sondern zugleich Ausdruck von Vielfalt und Leidenschaft. Sie denken jung, kreieren ihren eigenen Stil und lassen sich nur auf der Bühne verbiegen. Exclusiv für das Publikum der TEDDY Jubiläums Gala präsentiert das Ensemble von BASE BERLIN am 18.2. im Flughafen Tempelhof erste Ausschnitte ihrer neuen Show, begleitet und unterstützt werden sie dabei von der kongenialen Opernsängerin Lina Navakaite. |
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Romy Haag |
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Romy Haag - Sie singt, sie hat die Belle Epoque in Paris erlebt. Sie war Raubkatze in New York. Sie hat das Berliner Nachtleben im Handumdrehen revolutioniert, die Veränderung ist heute noch spürbar. Sie hat David Bowie die Sinne geraubt. Sie hat gezeigt, wie man immer wieder einen neuen Weg gehen kann und sich doch treu bleibt. Sie kämpft für Menschen mit HIV. Sie hat eine politische Haltung und bleibt lässig dabei. Sie hat schwarzen Samt in der Stimme. |
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The Hidden Cameras |
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Zu der Zeit hat Gibb gerade seine Gitarre umgesaitet, weil er linkshändisch spielen will. Und auch sonst ist bei The Hidden Cameras so Manches auf der anderen Seite: Sie nennen ihre Musik "Gay Church Folk Musik", wobei gay hier in erster Linie das archaische "fröhlich" bedeuten soll. Doch natürlich wird hier eindeutig fröhliche Zweideutigkeit stilisiert - und das ist auch gut so. |
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